Wissenschaftler Felix von Cube sagt: Sicherheit kann gefährlich sein!
Der Mensch geht umso größere Risiken ein, je sicherer er sich fühlt: Fahrer von Autos mit ausgeklügelter Sicherheitstechnik fahren riskanter, Menschen die sich im Alltag sicher fühlen, üben gefährliche Extremsportarten aus.
Wie kommt es zu diesem Verhalten?
Cube sagt: Der Mensch sucht das Risiko, um Sicherheit zu gewinnen und zu verstärken. Er macht aus dem Unbekannten Bekanntes, aus dem Neuen etwas Vertrautes, aus der Unsicherheit Sicherheit. Er spricht von einem „Sicherheitstrieb“
der uns zwingt, das Neue aufzusuchen, um es uns bekannt zu machen und um dadurch unsere Sicherheit zu vergrößern.
Prof. Cube warnt davor, Unsicherheit durch Glauben zu ersetzen. Aus der scheinbaren Sicherheit des Glaubens heraus geht der Mensch neue Risiken ein, totale und globale. So führt der Glaube an die Unfehlbarkeit von Wissenschaft und Technik zu risikoreichen Technologien wie Atomtechnik, Gentechnik und zahlreichen Formen umweltzerstörender „Naturbeherrschung“.
Nach den Erkenntnissen der Verhaltensbiologie muss der Mensch lernen, mit dem Sicherheitstrieb richtig umzugehen. Die notwendige Unsicherheit muss im Geist gesucht werden, im Experiment des Denkens.
Nachzulesen in „Gefährliche Sicherheit“ von Felix von Cube
ISBN 3-492-03253-2